Es ist Anfang Februar, die Schneelage ist so lala und die Wettervorhersage fürs Wochenende könnte besser sein. Aber egal, es ist unsere Zeit – Lady Days. Ganz ohne Familie, Putzen, Kochen, Kindertränentrocknen – das übernehmen an diesem Wochenende mal andere! Wir gehen Skifahren, komme was wolle!
Die Lady Days haben eine lange Tradition, so ganz genau ist die Erinnerung nicht mehr, aber wahrscheinlich gibt es diese Veranstaltung schon mehr als 15 Jahre. Leider mussten wir in diesem Jahr ohne unsere tolle Skilehrerin Caro auskommen, die aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens absagen musste. Wir haben an Sie gedacht und auf Ihre Gesundheit angestoßen. Auf der Piste haben wir uns redlich bemüht, uns an ihre Tipps aus den vergangenen Jahren zu erinnern und umzusetzen. Dazu kamen (mehr oder weniger) neue und weitere von Bettina. Aber der Reihe nach…
Am Freitagabend ging‘s mit einem gemeinsamen Vesper auf der Hütte los, jede hat was fürs Buffett mitgebracht, der Tisch ist reichlich gedeckt, der Abend wurde gemütlich.
Am Samstag ging es mit dem Skibus hoch nach Damüls, es hatte geschneit, ohne Schneeketten ging da nix. Aber mit dem Bus ging das prima, ruckizucki waren wir oben. Und los ging’s! Erstmal eine Runde gemütlich einfahren, für manche war es der erste Skitag der Saison. Das Credo für den heutigen Tag war „fahren mit Gefühl“ – davon verstehen wir Frauen ja was. Die Sicht war teilweise sehr schlecht, es schneite und nur wer sich ein wenig auskannte, konnte sich auf die nächste Bodenwelle einstellen. Bettina hat die Gruppe in zwei Gruppen geteilt, eine ist bis zur Mittagspause mit Bettina gefahren, die andere allein, nach der Mittagspause haben wir gewechselt. So kam jede in den Genuss von ein paar Tipps, auch sehr individuellen und konnte es dann die nächsten Abfahrten üben. Bettina hat ein geschultes Auge, geduldig versucht Sie uns zu erklären, wie wir das eine oder andere verbessern können. Es ist wie verhext – wir haben das alles schon tausendmal gehört, aber die Umsetzung ist manchmal echt nicht so leicht, da kann man die Lady Days nicht oft genug wiederholen!
Auf der Hütte gibt’s am Nachmittag Kaffee und Kuchen, am Abend wird gemeinsam gekocht. Bettina, die gute Seele, hat alles besorgt: es gibt Salat, Kässpätzle und Eis mit heißen Beeren zum Nachtisch – sehr lecker! Der Abend wird wieder gemütlich, aber nicht lang, die meisten sind nach dem Tag an der frischen Luft doch sehr müde.
Der Sonntagmorgen begrüßt uns mit einem blauen Himmel und wir hoffen, dass er etwas länger hält als vorhergesagt. Doch leider nein, schon nach der zweiten Abfahrt zieht es wieder zu. Also bleibt es bei der Formel von gestern: fahren mit Gefühl und bewegungsbereite tiefe Position, um eventuellen Bodenwellen flexibel in den Beinen zu begegnen. Wir üben große Radien, kleine Radien, gleichmäßigen Rhythmus, paarweise, allein, Belastungswechsel auf den kurvenäußeren Ski und vieles mehr. Wir geben unser Bestes und dann nimmt Bettina uns die Stöcke weg! Huiii, das ist ungewohnt, doch auch das haben wir geschafft! Und dann sind wir auch noch unsere geliebte Wolke gefahren, obwohl wir mehrere Versuche gebraucht haben, bis wir sie hinbekommen haben. Wir hatten jedenfalls jede Menge Spaß, von Langeweile keine Spur! Am Sonntagnachmittag ist jede von uns reicher – reich an wertvollen Tipps und Hinweisen, die wir den Rest der Saison üben können. Und wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, wenn Caro wieder mit dabei ist und wir ihr zeigen können, dass wir nicht nur den gekonnten Einkehrschwung beherrschen! Vielen Dank an Bettina und Caro für die Idee und die Orga der Lady Days!
Von Britta Norwat